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Thailand

Die Entstehung Thailands

 


Archäologische Funde verweisen auf eine lange Siedlungsgeschichte Thailands. Besiedlungsspuren reichen bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurück.

 

Die Entstehung erster Städte, wie Nakhon, Pathom oder Singburi geht ebenfalls auf vorchristliche Datierungen zurück. Die eigentliche Wiege Thailands legte Sri Indraditya, erster König des Sukhothai-Reiches. 1238 befreite er das Land vom langen Joch der Khmer. Seiner Regentschaft sind viele frühe künstlerische und wissenschaftliche Errungenschaften Thailands zuzuschreiben.

 

 

 

 

So verfasste er 1292 seine Regierungserklärung im neu geschaffenen Thai-Alphabet, welches bis heute Bestand hat. 1350 wurde Ayutthaya Nachfolger der einstigen Hauptstadt Siams, welche sich als militärisch sehr leicht angreifbar erwies. Diese Periode sollte über 4 Jahrhunderte andauern und Ayutthaya zur Metropole Südostasiens aufsteigen lassen.

 

Reiseführer Thailand

 

1767 wurde Ayutthaya schließlich von Birmanen geplündert und dem Erdboden gleich gemacht. Der chinesische General Taksin ernannte daraufhin Thonburi zur neuen Hauptstadt und verschrieb sich mit 5000 Gefolgsleuten dem Wiederaufbau des Landes. Nach einer Verschwörung kam Taksin 1782 zu Tode.

 

Neuer Mann auf dem Thron wurde sein fähigster General, Phraya Chakri, Begründer der bis heute währenden Chakri-Dynastie. Bis 1939 trug Thailand den Namen Siam. Eine Umbenennung in "Land der Freien" erfolgte auf Grund der Tatsache, dass Thailand in seiner Geschichte stets vom Kolonialismus verschont geblieben ist.

 

 

 

 

Größe und Geografie Thailands


Thailand besitzt eine Fläche von 513 115 Quadratkilometern und erstreckt sich von den Ausläufern des Himalaya bis zur Malaiischen Halbinsel. Die größte Nord-Süd Ausdehnung beträgt 1770 Kilometer. Seegrenzen verbinden das Königreich in Südostasien mit dem Indischen Ozean und dem Golf von Thailand. Nachbarstaaten sind Laos, Kambodscha, Myanmar und Malaysia.

 

Die höchste Erhebung des Landes liegt im bergigen Nordteil Thailands. Der 2565 Meter hohe Doi Inthanon befindet sich im Chiang Nationalpark. Die Straße zum Gipfel wird gesäumt von rauschenden Wasserfällen und einem zerklüfteten Höhlensystem. Unterhalb des Gipfels stößt man auf sogenannte Chedis, Tempelanlagen zu Ehren des thailändischen Königspaares.

 

Im Nordosten befindet sich mit Isaan auf der Khorat-Hochebene die ärmste Region des Landes. Auf Grund der Regenzeit wechselt die Struktur des Bodens zwischen wüstenähnlicher Trockenheit und starker Überflutung. Landwirtschaft ist daher hier nur bedingt möglich. Im Khao Yai Nationalpark entspringt der Mun, der wichtigste Quellfluss des Mekong.

 

Die Landschaft im Osten Thailands ist stark landwirtschaftlich geprägt. Entlang der Küste verlaufen die schönsten Strände des Landes. Im Süden Thailands trennt die Malaiische Halbinsel den Pazifik vom Indischen Ozean. Die Landschaft hier ist sehr vielfältig. Dichte Regenwälder wechseln sich ab mit bewaldeten Bergketten und weiten Sandstränden. Zum Staatsgebiet von Thailand zählen auch zirka 100 Inseln. Die größten Städte des Landes sind, neben der Hauptstadt Bangkok, Chiang Mai, Khon Kaen und Samut Prakan.

 

 

Der Reiseführer Thailand

 

 

 

 

 

Die Bevölkerung Thailands


Thailand hat 65 Millionen Einwohner. Zum Großteil besteht die Bevölkerung des Landes aus Thai. Chinesen sind zu etwa 14% vertreten. Anteil an der Bevölkerung Thailands besitzen auch die Khmer. Etwa 3 Millionen Menschen leben, vorwiegend als Reisbauern und Fischer, im Land.

 

Sie errichteten so bedeutendste Bauwerke wie Khao-Phnom-Rung, eine Tempelstätte auf einem erloschenen Vulkan. Die Isaan-Hochebene ist die Heimat der Laoten. Auf Grund ihrer Tätowierungen unterteilt sich die Völkergruppe in Lao pung und Lao pung kao. Die Malaien sind das zahlenmäßig größte Volk in Südostasien.

 

Hauptsächlich in Indonesien Zuhause, erlangen die gläubigen Moslems im Süden Thailands in einigen Provinzen die Bevölkerungsmehrheit. Das Volk der Moken lebte ursprünglich als Seenomaden, ausschließlich auf Booten. In Thailand zur Sesshaftigkeit gedrängt, bevölkern sie heute die Surin-Inseln sowie die Insel Ko Lipe im Tarutao Nationalpark.

 

 

 

 

 

Das Klima Thailands


In Thailand herrscht vom Monsun geprägtes tropisches Klima. Die Temperaturen gestalten sich ganzjährig warm, bei hoher Luftfeuchtigkeit. Jahreszeiten werden in Thailand über die monatlich fallenden Niederschlagsmengen definiert. Nach einer groben Unterteilung fällt den Monaten März bis Mai die Zeit des Vormonsuns zu. Es ist sehr heiss, Temperaturen bis 40 Grad sind keine Seltenheit.

 

In den Innenstädten kann es nahezu unerträglich werden. Juni bis September herrscht in Thailand Regenzeit. Kräftige Niederschläge wechseln mit sonnigen Abschnitten. In den Monaten November bis Februar beschert trockene kühle Luft Thailand die "kalte" Jahreszeit.

 

Bei Temperaturen um 25 Grad gleicht die Jahreszeit in etwa dem europäischen Sommer und gilt als bevorzugte Reisezeit der Deutschen. Wassertemperaturen um 28 Grad erlauben ganzjähriges Badevergnügen. Wanderer und Kletterer, welche die Nationalparks bereisen möchten, sollten die Monate November bis Februar bevorzugen. Im Mai beginnt die "kleine Regenzeit".

 

Im Gebiet von Bangkok fallen erste, vereinzelte Niederschläge. In den südlicheren Landesteilen gestaltet sich der Regen bereits flächendeckender. Im August wird der Norden des Landes von den größten Regenmengen heimgesucht. Der Südwesten ist im Oktober vermehrt betroffen. In der südlichen Region um Phuket regnet es in den Monaten Mai, Juni und September. Die Isaan-Hochebene wird nach extremer Trockenheit und Temperaturen um 40 Grad zwischen März und Mai im Juni und Oktober von starken Regengüssen heimgesucht.

 

 

 

 

Die Flora Thailands


Thailands Pflanzenwelt ist sehr artenreich, jedoch auch ebenso gefährdet. Waren vor 100 Jahren noch gut die Hälfte des Landes von Wäldern bedeckt, sind es heute lediglich noch 20%. Thailand versucht dem entgegen zu wirken und schützt 66 000 Quadratkilometer seiner Landesfläche durch Nationalparks. Bäume zählen zu den häufigsten Pflanzenarten Thailands, meist sind sie mit Moosen, Farnen oder Lianen bewachsen.

 

Der Süden des Landes ist gekennzeichnet durch ausgedehnte Magrovensümpfe, entlang der Küste. An der Grenze zu Malaysia findet man dichte Regenwälder mit bis zu 70 Meter hohen Baumgiganten, sogenannten "tualang". Die Vegetation im Norden Thailands wird von Teakbäumen bestimmt. Vorwiegend in abgeholzten Waldgebieten bildet Bambus dichte Wälder.

 

 

Strände vom Reiseführer Thailand

 

 

Ebenso existieren 800 Ficusarten, bedeutendster Vertreter ist der Gummibaum, welcher als wichtiger Kautschuklieferant dient. Mehr als 10 Arten Palmen wachsen auf thailändischem Staatsgebiet. Wobei die Kokospalme eine wichtige Rohstoffquelle darstellt. Zwischen Mai und August werden die stachligen Durian-Früchte geerntet.

 

In Thailand, trotz ihres intensiven, penetranten Geruches sehr beliebt. Sie werden pur zum Essen angeboten oder finden in Süßspeisen Verwendung. Ebenso gedeihen im Land Papayas, Mangos, Ananas, Tabak oder Bananen. Die Flüsse werden von dichten Teppichen aus Wasserhyazinthen bedeckt. Einst wurde die Pflanze aus Java eingeführt und vermehrte sich rasant. Orchideen, Lotus, Hibiskus und Jasmin verwandeln Thailand in ein betörend schönes Meer aus Farben und Düften.

 


 

Die Fauna Thailands


Die Tierwelt Thailands zählt zu den artenreichsten der Welt. Jedoch gelten mehr als 100 Arten als vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet sind Leoparden, Panther und Tiger. Nashörner gelten bereits nahezu als ausgerottet.

 

Häufig werden Touristen Elefanten als Reittiere vorgeführt. Ihre natürlichen Bestände sind jedoch auf einige tausend zurückgegangen, welche vorwiegend in den Nationalparks des Nordens Schutz gesucht haben. Affen sind sehr zahlreich und wagen sich zum Teil bis in die Städte vor.

 

 

Von den etwa 100 Schlangenarten gelten 30 als giftig. Jedoch nur der Biss von 6 Arten kann wirklich lebensbedrohliche Folgen haben. Während man vor Krokodilen eher auf der Hut sein sollte, gelten die neugierigen Geckos als gern gesehene Insektenvertilger und Glücksbringer. Die zutraulichen Makaken werden oftmals zum Pflücken von Kokosnüssen abgerichtet.

 

Die Baumwipfel der Regenwälder bevölkern Nashornvögel, welche eine Flügelspannweite von bis zu 3 Metern erreichen können. Hier ist auch der kleinste Raubvogel der Welt, der Kragenfalke, zuhause. 500 Schmetterlingsarten sorgen für einen bunten Reigen. Häufige Vertreter der Tierwelt Thailands sind auch Fledermäuse.

 

Besonders beeindruckend ist die kleinste Fledermaus der Erde, welche nicht größer als eine Hummel ist. Auf Phuket brüten Schildkröten in den Monaten November bis Februar ihre Eier aus. Schnorchlern und Tauchern erschließt sich eine bunte Unterwasserwelt. Neben den vielfältigsten exotischen Fischen gibt es reiche Vorkommen an Krebsen, Korallen, Quallen und Seesternen.

 

 

 


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