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Nakhon Pathom


Ein interessantes Ausflugsziel in Thailand ist Nakhon Pathom. Diese Stadt liegt ganz in der Nähe eines Schwemmlandes, das im Westen von Thonburi liegt. Es wird auch als Garten von Thailand bezeichnet.


Nakhon Pathom soll der Ursprungsort für den buddhistischen Glauben sein. Von hier aus hat der Buddhismus angeblich seinen Siegeszug durch den Rest des Landes angetreten. Doch in Wirklichkeit kam der Buddhismus schon vor den Thais, welche zu der Zeit noch in China beheimatet warten, ins Land.


Höchstwahrscheinlich wurde Nakhon Pathom schon ungefähr ein Jahrhundert vor Christus unmittelbar an der Küste gegründet. Damals war der Golf von Siam noch nicht so stark versandet, wie dies heute der Fall ist. König Chai Siri soll nach der Zerstörung der ersten Siedlung hier seine so genannten Mon-Untertanen angesiedelt haben. Es gibt eine Legende, nach der an der Stelle, an der Nakhon Pathom erbaut wurde, früher die Stadt Sirichai gelegen haben soll.

 

 

 

Das dürfte etwa im dritten Jahrhundert vor Christus der Fall gewesen sein. Doch wirklich sicher ist dies auch nicht, denn die verschiedenen Legenden passen zeitlich nicht zusammen. Es ist lediglich sicher, dass Nakhon Pathom sehr alt sein muss, was durch die vielen Funde und Ausgrabungen belegt werden kann.


Ein sehr interessantes Ausflugsziel in Nakhon Pathom ist das hiesige Museum. Es zeigt unter anderem ein Rad, das aus Sandstein gefertigt wurde und aus der Zeit etwa 150 vor Christus stammt. Es wird auch als „Rad der Lehre“ bezeichnet und soll von Buddha in seiner ersten Predigt überhaupt in Bewegung versetzt worden sein. Daran erinnert bis heute ein ebenfalls im Museum ausgestelltes Mon-Relief.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Dagoba.

 

Es handelt sich dabei um ein Hügelgrab, das völlig rund ist. Es galt als Gedenkstätte für einflussreiche und bedeutende Persönlichkeiten der Stadt. Im Jahr 1853 wurde über die Ruine der einstigen Dagoba eine große Kuppel erbaut. Sie beherrscht Nakhon Pathom und das Bild der Stadt. Dieses Bauwerk wird als Chedi bezeichnet und gilt heute als das höchste und älteste Heiligtum des Buddhismus in Thailand.

 

Geht der Besucher die Stufen zur riesigen Plattform der Chedi hinaus, so gelangt er zur Pagode. Sie erhebt sich auf über einhundert Meter und stammt aus dem 19. Jahrhundert. Gedeckt wurde die Pagode mit Glasurziegeln aus China, die orangefarben sind. Damit erreicht sie eine ganz besondere Wirkung und überdeckt den etwas plumpen Eindruck. Sie ist weniger Elegant als andere Pagoden. Das große Vorbild war die Pagode und Chedi in Burma, die auch heute noch als große Schwester gilt.


Um die Pagode in Nakhon Pathom findet alljährlich im November ein großes Tempelfest statt. Es wird direkt nach dem Loy-Krathong-Fest durchgeführt, welches ebenfalls wahre Besucherscharen anzieht. Bei diesen Festen zeigt sich deutlich, wie ernst der Glaube von den Thais genommen wird, auch der Glaube an nur vermeintlich so geschehene Dinge.

 

 


In Nakhon Pathom findet regelmäßig ein Markt statt, der vor allem für die Touristen gedacht ist. Neben den üblichen Obst- und Gemüsemärkten, auf denen einheimische Früchte verkauft werden, ist dieser Markt überfüllt mit Souvenirs und kleinen Artikeln, die eben nur von Touristen gekauft werden. Handwerker verkaufen hier ihre Waren, es gibt Schnitzereien aus Holz, kunstvoll verziertes Porzellan oder auch Goldschmuck. Baumwolle und Seide runden das Angebot ab. Nur wenige Einheimische besuchen solche Märkte, sie sind zu wahren Touristenattraktionen geworden. Das gilt nicht nur für den Markt in Nakhon Pathom, sondern zum Beispiel auch für den weithin bekannten Flussmarkt in Damnoen Saduak.


Nakhon Pathom ist eine sehr hübsche Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, die in jedem Jahr zahlreiche Besucher anzieht. Sie hat sich ihren ursprünglichen Charme bewahrt und erweckt immer noch den Eindruck einer altertümlichen Stadt, die baulich kaum Veränderungen erfahren hat. Der Bauboom des Landes ist hier noch vorübergegangen.

 

 


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