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IHR REISEFÜHRER FÜR THAILAND


Begegnungen und Respekt in Thailand

 


Die Thailänder gehen untereinander sehr respektvoll miteinander um und erwarten dies auch von den Gästen, die ihr Land bereisen. Das wird natürlich besonders bei direkten Begegnungen deutlich. Zum Einen sind hier neben den Einheimischen, die im direkten Umfeld der Touristen zu finden sind, auch die Mönche zu nennen. Sie sind nicht nur in den Tempeln zu finden, sondern überall in Thailand.

 

Frauen dürfen einen Mönch nicht berühren, jeder direkte Kontakt ist zu vermeiden. Ließ sich der Kontakt nicht vermeiden, muss sich der Mönch einer Reinigungszeremonie unterziehen. Selbst wenn es darum geht, einer Frau nur etwas aus der Hand zu nehmen, ist dies für einen thailändischen Mönch nicht erlaubt. Ihre Gaben können Frauen über einen Mann an den Mönch weiterreichen oder sie legen sie vor ihm auf die Erde. Er wird sie sicher dankbar annehmen. Mönche freuen sich in der Regel auch über Gespräche, wobei es sich nicht immer um religiöse Themen handeln muss.

 

 


Begegnet der Urlauber einem Thai, so sollte er die Hände flach falten und zum Gesicht führen. Diese als wai bekannte Geste wird in Thailand zum Grüßen eingesetzt. Im Gespräch können immer wieder nette Bemerkungen über das Land eingebracht werden, damit schmeichelt man den Thais ungemein. Als sehr nett und höflich wird auch das Lächeln empfunden. Das Lächeln wird auch eingesetzt, um den Gruß eines kleinen Kindes oder eines Angestellten zu erwidern. Auch, wenn einmal ein kleines Missgeschick passiert ist, hilft ein Lächeln ungemein weiter.
Wer sich für etwas bedankt, kann sein „Thank you“ ebenfalls mit einem Lächeln kombinieren. Am besten wird die Thai-Phrase „Kop Khun Khrap“ angewendet, was für Männer gilt. Frauen fügen ihrem Dank am besten ein „Kop Khun Kha“ hinzu, wenn sie besonders höflich sein wollen.


Ist der Urlauber in einem Restaurant zu Gast, so sollte er ebenfalls die Eigenheiten des Landes kennen, wenn er zum Beispiel den Kellner zu sich rufen möchte. Er darf ihn nicht durch Schnipsen mit den Fingern rufen oder durch ein Klatschgeräusch. Um zu zeigen, dass man als Gast einen Wunsch hat, werden die ausgestreckten Finger wellenartig bewegt, die Hand wird erhoben und die Handflächen müssen nach unten zeigen. Niemals darf mit dem Finger auf einen Menschen gezeigt werden. Geht es um die Bezahlung in einem Restaurant, so ist gut zu wissen, dass niemals weniger als zehn Baht Trinkgeld gegeben werden sollten, da dies als Beleidigung gilt. Dann ist es schon besser, gar kein Trinkgeld zu geben.
Wer zu Besuch bei einem Einheimischen eingeladen ist, sollte unbedingt darauf achten, sich vor Betreten des Hauses die Schuhe auszuziehen, was auch für den Besuch eines Tempels gilt.

 

 


Begegnet man als Urlauber einem Kind in Thailand, so sollte man wissen, dass Kinder bis zu einem Alter von ungefähr fünf Jahren eine große Freiheit genießen. Sie dürfen Dinge tun und anstellen, die einem Gast eventuell fremd erscheinen. Erst später müssen sie sich an die Gepflogenheiten des Landes und seine Kultur anpassen. Auch einem noch so niedlichen Kind darf ein anderer Mensch niemals über den Kopf streicheln. Der Grund ist, dass der Weg des Geistes nach oben hin frei bleiben muss, was den Thailändern besonders wichtig ist.


Erhält ein Urlauber ein Geschenk von einem Thai, so sollte er dieses niemals vor Ort öffnen. Geschenke werden weggelegt und erst, wenn der Schenkende gegangen ist, geöffnet. Wer ein Geschenk nicht annehmen möchte, muss damit rechnen, es bis zu drei Mal verweigern zu müssen. Erst beim vierten Mal wird die Verweigerung in der Regel auch anerkannt.
Steht eine Verabredung mit einem Thai an, so sollte nicht unbedingt auf Pünktlichkeit gebaut werden. Diese ist nicht sonderlich weit verbreitet und man muss immer mit etlichen „Toleranzminuten“ rechnen. Wer das weiß, wird auch nicht so ungeduldig auf seinen Verabredungspartner warten.

 

 


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