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Krankheiten bei Reisen nach Thailand

 


In Thailand ist das Risiko zu erkranken geringer als in anderen asiatischen Ländern, da das Land selbst sauber ist. Es existiert jedoch das ganze Jahr über ein tropisches Klima. Das bedeutet, dass es sehr warm ist bei gleichzeitig hoher Luftfeuchtigkeit. Dies sind jedoch hervorragende Bedingungen für Bakterien und Krankheitserreger.

In Thailand besteht das ganze Jahr über ein Risiko sich mit Malaria zu infizieren. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Mücken. Geographisch gesehen besteht ein höheres Risiko, sich mit Malaria zu infizieren, in den nördlichen Regionen und auf den Inseln Ko Samet und Ko Chang. Ein geringes Risiko existiert hingegen in Bangkok, in den nahe gelegenen südlichen Provinzregionen, in den Hochgebirgen und in Touristikzentren wie Phuket.

 

 

 

Grundsätzlich stellt Malaria kein großes Problem mehr in Thailand dar, jedoch sind die existierenden Parasiten resistent gegen prophylaktische Malariamedikamente. Daher ist es wichtig während des Urlaubs vorkehrende Maßnahmen zu treffen, auf die ein wenig später noch genauer eingegangen wird. Neben der Ansteckung mit Malaria besteht in Thailand ebenfalls die Gefahr des Dengue Fiebers. Auch hier erfolgt die Übertragung durch Mücken und es gibt keine vorbeugenden Impfungen.

 

Gegen die japanische B-Encephalitis hingegen gibt es einen Impfstoff, der auf jeden Fall empfohlen wird, falls der Reisende einen Aufenthalt von mehr als sechs Monaten plant. Zusätzlich zu den erwähnten Krankheiten besteht die Gefahr der Tollwut und der Darminfektionen, wie bei vielen Reisen in wärmere Regionen. Besonders bei Abenteuerreisen wird eine vorbeugende Impfung gegen Tollwut angeraten. Darminfektionen können die Folge einer mangelnden eingehaltenen Hygiene sein, oder durch den Genuss falscher Getränke und Speisen. Auch hierauf wird später noch genauer eingegangen.

Magen- und Darminfektionen äußern sich überwiegend durch Fieber, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Sie können mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke selbständig auskuriert werden, ohne, dass ein Arzt aufgesucht werden muss. Nach ein bis zwei Tagen sollten die schwerwiegendsten Symptome jedoch abgeklungen sein. Ist dies nicht der Fall, suchen Sie dennoch einen Arzt auf. Bei der Infizierung mit dem Dengue-Fieber beginnen die Symptome mit Muskel- und Gelenksschmerzen. Hinzu kommen Fieber und auch Hautausschlag. In diesem Fall ist immer ein Arzt zu konsultieren. Es besteht eine hohe Ansteckungsgefahr bei dem Dengue-Fieber. Die Symptome bei Malaria ähneln denen einer Grippe mit Schüttelfrost, Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und gelegentlich auch mit Übelkeit und Erbrechen. Auch hier muss unbedingt eine medizinische Einrichtung aufgesucht werden.

Bei Rundreisen durch mehrere Länder oder dem Einreisen über Gelbfieber-Endemieländer, wie Zentralafrika oder Südamerika sind gültige Gelbfieberimpfungen nachzuweisen. Dies gilt nicht bei Direkteinreisen nach Thailand. Weiterhin gilt bei Einreisen aus China, dass alle Passagiere auf SARS (schweres akutes respiratorisches Syndrom) untersucht werden und bei Vorliegen von in Frage kommenden Symptomen sofort wieder ausgewiesen werden.

 

Dem Reisenden ist dringend anzuraten sich im Vorwege der Reise ausgiebig zu informieren über häufig auftretende Krankheiten und richtige Vorsorge. Der Hausarzt ist hierbei grundlegend der richtige Ansprechpartner. Ist er über die besonderen Gegebenheiten von Thailand-Reisen nicht sicher, wird er Sie zumindest an entsprechende Stellen weiter verweisen können.

 

Wenn möglich sollte die Informationsbeschaffung einige Monate im Voraus erfolgen, damit ausreichend Zeit für Vorsorge-Impfungen verbleibt. Grundsätzlich empfohlen bei Reisen nach Thailand sind Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie, Polio, Hepatitis A und B, sowie Typhus. Tragen Sie Ihren Impfpass während des Aufenthaltes bei Ihren Reiseunterlagen. Als weitere Vorsorgemaßnahme sollten Sie den Abschluss einer Reisekranken-, oder Reiserückholversicherung, bestenfalls auch einer Reiserücktrittsversicherung erwägen. Ihre Krankenkasse wird Sie hierbei beraten und über die Details informieren.

Um während der Reise nicht zu erkranken, sollten einige Details beachtet werden. Im Bezug auf eine mögliche Malaria- Erkrankung, sowie dem Dengue-Fieber sollten Mückenschutzmittel mitgeführt und verwendet werden. Die Kleidung sollte den Körper bedecken vor allem nach Sonnenuntergang. Besonders zu berücksichtigen sind die Arme, Beine und Füße. Zusätzlich gilt möglichst auf grell bunte oder schwarze Kleidungsstücke zu verzichten, sowie kein starkes Deo, Parfum oder After Shave zu verwenden, um Insekten nicht unnötig anzulocken. Das Schlafen unter Moskito-Netzen kann ebenfalls helfen das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren.

 

Nicht unbedingt nur für Thailand gültig, aber doch anzuraten ist viel zu trinken. Gerade bei hohen Temperaturen stellt es eine Unterstützung des Stoffwechsels dar und beugt einem zu hohen Wasserverlust im Körper vor. Um das Risiko der Durchfall und Darminfektionen zu minimieren sollte auf kalte Speisen, auf ungeschältes Obst und Gemüse und rohe Salate verzichtet werden. Speziell sollte der Reisende darauf achten, dass keine Eiswürfel in den Getränken sind.

 

 

 

Die Eiswürfel werden vorwiegend mit Leitungswasser hergestellt, das viele Bakterien enthält. Ansässige sind mit der Zeit abgehärtet hinsichtlich dieser Bakterien. Für Reisende jedoch sind im Leitungswasser zu viele fremde Bakterien, so dass es oft als Folge zu einer Erkrankung kommt. Generell sollte Leitungswasser, möglichst auch beim Zähneputzen, durch versiegeltes Wasser in Flaschen ersetzt werden, oder aber über einen Reisekocher abgekocht werden. Achten Sie bei der Benutzung öffentlicher Toiletten darauf, dass Sie sorgfältig Ihre Hände reinigen. Die Verwendung von Desinfektionstüchern zur Reinigung des Sitzes kann ebenfalls die Ansteckungsgefahr reduzieren.

Der Ausbruch des Dengue-Fiebers und von Malaria kann bis zu zwölf oder auch vierzehn Tage dauern. Nach der abgeschlossenen Reise sollten Sie daher eventuell auftretende Erkrankungen ernst nehmen und den Hausarzt aufsuchen.


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