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Kanchanaburi - eine Stadt in Thailand


Kanchanaburi ist eine wunderschöne Stadt in der Zentralregion Thailands und Ziel von Urlaubern aus aller Welt. Sie ist auch unter den Abkürzungen Kan und Kanburi bekannt. Sie ist die Hauptstadt der Provinz gleichen Namens und des Landkreises Mueang Kanchanaburi. Damit ist sie Sitz von Regierungs- und Verwaltungsorganen, aber sie bezaubert vor allem durch ihre alte Geschichte und die aufgeschlossenen, herzlichen Menschen.

Mit etwa 150 000 Einwohnern ist Kan eine relativ große Stadt. Das Straßenbild wimmelt von vielen Menschen und zahlreiche Kirchen, Märkte und Geschäfte laden zum Schauen und Verweilen ein. Erste Besiedlungen des Gebietes muss es übrigens schon in der Steinzeit gegeben haben, denn bei Ausgrabungen wurden verschiedene sehr alte Begräbnisstätten freigelegt.

 

 

 

Auf dem heutigen Areal liegt die Stadt aber erst seit 1833, als der König Nang Klao, bekannt als Rama III., die Stadt dorthin verlegte. Es handelt sich also bei der heutigen Stadt um eine recht junge und vollständig konzipierte Anlage. Die Stadt profitierte schnell von der strategisch günstigen Lage am Fluss und von der großen Nähe zu Bangkok. Der Handel blühte und Kanburi wurde eine blühende und wohlhabende Stadt. Aber erst 1913 erhielt Kan seinen Status als Provinzhauptstadt.

Die Stadt Kanchanburi in Thailand

 

Besondere Begeisterung bei Touristen findet immer wieder das Kloster Wat Pa Luangta Bua. Obwohl das erst 1994 erbaute Areal zu den Neubauten der Stadt gehört, ist es Hauptattraktion für viele. Das allerdings weniger wegen der interessanten Architektur, der kostbaren Ausgestaltung oder der Lebensweise der Mönche.

 

Es sind vielmehr lebende Tiger, die dort wie Haustiere gehaltene werden. Die Mönche nehmen schon seid vielen Jahren Tigerbabys auf, die durch Wilderei und Jagd ihre Eltern verloren haben. Im Kloster leben sie wie Hauskatzen und sind derart zutraulich, dass man sie sogar streicheln kann - auf eigene Gefahr natürlich.
Wer sich mehr für die Klosterkultur als für Raubkatzen interessiert, dem sei das Kloster Wat Tham Khao Pun empfohlen. Es liegt etwas außerhalb von Kanchanaburi auf einem Hügel. Das Kloster verfügt über einen beeindruckenden Höhlentempel und durch die hoch stehende Lage hat man einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft.

Weltbekannt ist Kanchanaburi durch den Film "Die Brücke am Kwai" geworden. Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene für die japanischen Besatzer eine wichtige Eisenbahnbrücke bauen. Beim Bau der Brücke über den Khwae starben über 100.000 Menschen. 1957 verewigte der Hollywood-Film die Opfer und erlangte große Bekanntheit.

 

 

 

Heute pilgern viele Fans an den Ort des Geschehens und werden noch zusätzlich durch die herrliche Landschaft belohnt. Auch Thailänder aus der Hauptstadt oder anderen Städten nutzen die zentrale Lage für Kurzurlaube, sodass man auch ansprechendes einheimisches Publikum findet. Am Flussufer finden sich zahlreiche Bars und Restaurants, im Wasser lagern Diskoboote. Die Stadt ist in Thailand auch als Partyhochburg bekannt.

 

 

Die Tempel von Kanchanaburi

 

 

Das Leben in Kanchanaburi ist auch vom Wasser geprägt, denn die Stadt liegt am Zusammenfluss der wichtigen Flüsse Khwae Noi und Khwae Yai. Über die Flüsse kommen wichtige Lebensmittel wie Reis, Mais, Zuckerrohr, Maniok, aber auch Güter wie Tabak und Baumwolle. Sie versorgen einerseits die Stadt selbst, werden aber auch auf den zahlreichen Märkten umgeschlagen und weitertransportiert, meist Richtung Bangkok.

 

Die Hauptstadt liegt nur etwa 130km entfernt. In der Nähe von Kan gibt es unzählige Edelsteinminen, die kostbare Saphire ans Tageslicht bringen. Auch diese kostbare Fracht wird über die Flüsse verschifft. In der Stadt gibt es einige hervorragende Goldschmiede, die schöne und preiswerte Schmuckstücke aus den blauen Steinen fertigen.

Kanchanaburi lohnt einen Besuch in jedem Fall und bietet vielfältige Möglichkeiten die thailändische Kultur kennen zu lernen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Viele sprechen Englisch, sodass die Kommunikation meist kein Problem ist. Die Stadt lebt zum großen Teil vom Tourismus und hat sich hervorragend an die Bedürfnisse von Touristen aus aller Welt angepasst.

 


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