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Sukhothai in Thailand


Wer nicht nur billig einkaufen will, sondern auch die jahrhundertealte Geschichte und ausgeprägte Kultur Thailands kennen lernen will, der muss nach Sukhothai kommen. Uralte Tempelruinen zeugen von den ersten Tagen der Stadt und helfen das heutige Thailand besser zu verstehen. Sukhothai liegt im Norden Thailands etwa 450 km von Bangkok entfernt, aber die Reise lohnt sich auf jeden Fall.

Der Name Sukhothai bedeutet Morgenröte der Glückseligkeit und wer einmal dort war, versteht, dass der Name mit Bedacht gewählt wurde und einer Königsstadt würdig ist. Zu Beginn siedelten die Khmer auf dem Gebiet, ein Volksstamm aus Kambodscha, der früher auch in angrenzenden Staaten lebte.

 

 

 

1238 wurde in der alten Siedlung die neue Stadt gegründet, die schnell Schönheit und Reichtum erlangte. Darum verwunderte es nicht, dass sie über 120 Jahre lang den Königen des gleichnamigen Königreiches als Sitz diente. Das Königreich war unabhängig und wurde im Laufe der Jahre von verschiedenen Königen regiert, die ihr Geschick in verschiedenen Kriegen und Auseinandersetzungen beweisen mussten. 1438 ging das Reich im Königtum Ayatthaya auf und Sukhothai verlor seine herausragende Stellung als Stadt.

 

Im letzten Jahrhundert war vor allem das Jahr 1968 von einschneidender Bedeutung, in dem ein Großbrand weite Teile der Innenstadt vernichtete. Darum stehen dort heute nur neu gebaute Gebäude und es werden die zwei Stadtteile Alt- und Neusukhothai unterschieden. Jeder hat aber seinen Reiz und seine Fans.

Der Glanz des ehemaligen Reiches lässt sich zwar in der heutigen Stadt noch erahnen, deutlicher wird es aber im Sukhothai Historical Park. Dabei handelt es sich um Ruinen von Häusern und Tempeln, die in den 50er und 60er Jahren freigelegt und konserviert wurden. Die UNESCO hat der Ruinenstadt schließlich den Titel des Weltkulturerbes verliehen. 1988 wurde der Park von König Bhumibol feierlich eröffnet und umfasst auch ein großes Museum, in dem unzählige Fundstücke und Artefakte gezeigt werden. Durch umfassendes Schaumaterial und regelmäßige Führungen kann man nachvollziehen wie das Leben und der Alltag der damaligen Bewohner ausgesehen haben muss. Es finden sich auch Informationen zur Planung und Erweiterung der Stadt in verschiedenen Epochen.


Zentraler Punkt der Anlage sind die alten Stadtmauern. Man sieht riesige Erdwälle und die Überreste der tiefen Wassergräben, die die Stadt vor Angriffen schützen sollten. Links und rechts davon befinden sich zahllose Tempel und Gebäude. Der größte Tempel heißt Wat Mahathat. Zählungen haben ergeben, dass es sich um beinahe 200 Tempelruinen handelt. Schätzungen zufolge stammen die ältesten aus dem 13. Jahrhundert, also aus den ersten Jahren nach der Stadtgründung.

 

Sie geben Aufschluss über die damaligen Verhältnisse, über die Religionsausübung und die Herrscher. Erstaunlich ist, dass die Tempel, Denkmäler und Paläste noch so gut erhalten sind. Die Restauratoren haben zusätzlich hervorragende Arbeit geleistet, sodass die Kunstfertigkeit der frühen Handwerker überall zu bewundern ist. Kostbare Friese, Statuen und Plastiken zeugen von Reichtum aber auch von Fantasie und künstlerischer Bildung.

 

 

 

Besonders schön ist das Denkmal des König Ramkhamhaeng und Wat Traphang Ngoen, das Kloster im Silbersee, das von einem künstlich angelegten See umgeben war. Wat Si Chum gilt als wichtigstes Stück im Park. Es ist ein buddhistischer Tempel, der in Form eines pyramidenförmigen Mondop gebaut ist und kostbare Wandbemalungen aufweist, die ältesten in Thailand erhaltenen.Ähnliche Parks findet man übrigens auch in Si Satchanalai und bei Kamphaeng Phet.

Dank dieser kostbaren Ruinen und dem UNESCO Titel lebt Sukhothai heute zu großen Teilen vom Tourismus und von den Forschern und Wissenschaftlern, die in der Ruinenstadt arbeiten. Die Stadt liegt aber auch in fruchtbaren und landschaftlich sehr attraktivem Hügelland, was nicht nur die Versorgung mit Reis und frischen Früchten garantiert, sondern auch ein beliebtes Naherholungs- und Ausflugsziel ist. In Sukhothai kann man geführte Touren buchen, die entweder zu Fuß oder mit dem Jeep zu den schönsten Plätzen führen.

 


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